Mit offenen Augen unterwegs

Geführte Wanderungen mit Reinhard Weikl

Zu Fuß, auf Skiern oder mit dem Rad: Reinhard Weikl, der geprüfte Wanderführer im Lindenwirt ist rund ums Jahr im Bayerischen Wald unterwegs. „Hier finde ich alles, was ich für meine Lieblings-Sportarten brauche“, begeistert sich der in Bodenmais Geborene.

„Sanfte Hänge und breite Täler sind genauso dabei wie steile Anstiege und Gipfel mit Aussicht“. Als Kind war die Natur in der Umgebung seines Heimatorts für ihn „ein schöner Spielplatz“. Später zog er erst privat, dann als Führer für seine Firma Tolltoursimmer weitere Kreise. Dabei ist es ihm wichtig, nicht ständig „Vollgas zu geben“.

Statt dessen möchte er selbst offene Augen für die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt haben, aber genauso andere auf sie aufmerksam machen.

„Meinen Teilnehmern erkläre ich zum Beispiel, welche Kräuter im Wald wachsen und wie man sie für Salate oder Saucen verwenden kann.“ Höhepunkte sind für ihn Übernachtungen unter freiem Himmel, die er für kleine Gruppen an schön gelegenen Stellen organisiert. „Die Stille und die Stimmen der Waldbewohner zu hören, einen Sonnenaufgang zu sehen – das sind auch für mich besondere Erlebnisse.“

Mit offenen Augen unterwegs Reinhard Weikl ist schon viel gereist. Aber zuhause im Bayerischen Wald, den er auch Gästen des Hotels Lindenwirt zeigt, findet er es am schönsten.

„ Schattierungen in Grün“
Im Sommer gruppieren sich unterschiedlichste Grünschattierungen unter blauem Himmel mit Wolken von Weiß bis Hellgrau. Während der kalten Monate versinken Berg und Tal wochenlang unter einer dicken Schneeschicht, die Geräusche wie in Watte packt. Bei wechselhaftem Wetter sorgen nach Regengüssen zarte Nebelschwaden für magische Stimmung.

Der Bayerische Wald hat viele Gesichter – je nach Jahres- und Tageszeit oder Witterung. „Unser Zuhause ist einfach malerisch“, schwärmt Christian Geiger.

Als Bub musste er beim Baumfällen und Holzrücken helfen, weil sein Vater außer Hotelier auch Landwirt und Waldbauer war.

Auf andere Weise lernte er seine Heimat beim Skifahren, Wandern mit Gästen und Mountainbiken kennen. Dabei erlebt er immer wieder das Gleiche: „Am Anfang reden und fragen alle viel. Nach einer Stunde wird die Gruppe stiller und konzentriert sich auf Naturschönheiten am Wegesrand.“ Wie Auerhahn-Balzgesänge, herabsegelnde Buchenblätter, deren Tanz einer geheimen Choreographie gleicht. Oder Eiskristalle, die in der Wintersonne glitzern.

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